Dann klappt’s auch mit dem Jäger: die häufigsten Vorwürfe und was dahintersteckt

Die Brauchbarkeitsprüfung stellt Gehorsam von Jagdhunden sicher

Jäger und Outdoorbegeisterte sind sich manchmal nicht so grün, wie sie es eigentlich sein könnten. Beide Gruppen nutzen die Natur zur Ausübung ihres Hobbys, doch damit haben sich die Gemeinsamkeiten schon oft. Denn die Interessenslage ist unterschiedlich. Wir haben für Sie einmal die gegenseitigen Vorwürfe zusammengestellt und erläutern, was eigentlich dahintersteckt.

Jäger-Vorwurf 1:

Spaziergänger haben ihre freilaufenden Hunde nicht im Griff

Hunde sollten im Wald an der Leine gehalten werden

Die meisten Hunde haben einen mehr oder weniger ausgeprägten Jagdtrieb. Hunde nehmen deshalb am Wegesrand oft die Spur von Wildtieren auf und folgen dieser bis in den Einstand des Wildes. Unter dem Einstand versteht man meist Dickungen und dichte Verjüngungsflächen, in denen das Wild den Tag verbringt. Auf freilaufende Hunde reagiert es panisch. Besonders wenn diese nicht spurlaut sind – das heißt nicht anhaltend bellen, sobald sie eine Spur verfolgen – und urplötzlich im „Schlafzimmer“ des Wildes auftauchen. Es flüchtet dann Hals über Kopf direkt vor den Augen des Hundes, was in Hunden erst recht den Jagdtrieb weckt.

Besonders kritisch ist das während der Aufzuchtzeit der Jungtiere. Hochträchtige Geißen oder kleine Kitze können nicht so schnell flüchten, um einem hochläufigen Hund zu entkommen. Am besten den Hund immer im Blick haben und sofort herrufen, sobald er den Weg verlassen will. In manchen Bundesländern gibt es sogar eine Leinenpflicht im Wald. Bleibt der Hund im Einflussbereich des Hundeführers und gibt es keine Leinenpflicht, spricht aber auch nichts dagegen, ihn frei laufen zu lassen. Ein gewisses Maß an Gehorsam ist natürlich Grundvoraussetzung.

Jäger-Vorwurf 2:

Wanderer stören das Wild, wenn sie in den Morgen- und Abendstunden unterwegs sind.

Wanderer und ihre Hunde können das Wild verstören

In den Morgen- und Abendstunden sucht das Wild seine Äsungsplätze auf und wagt sich dafür aus dem sicheren Schutz des Unterholzes heraus. Normalerweise ist es zu diesen Tageszeiten im Wald sehr ruhig. Tauchen dann Menschen auf, flüchtet das Wild zurück in seinen Einstand, was oft forstwirtschaftlich wichtige Verjüngungsflächen sind. Dort stillen zum Beispiel Rehe dann ihren Hunger an den Knospen der kleinen Bäumchen. Kommt diese Beunruhigung häufiger vor, führt das zu ungewünschten, punktuellen Verbissschwerpunkten, die dem Waldnachwuchs schaden. Tagsüber sind die Wildtiere Menschen gewohnt, solange diese auf den Hauptwegen bleiben. Am besten ist es, wenn man sich normal laut unterhält, dann hören die Tiere den Menschen kommen … und wieder gehen.

Ein Tipp, wenn Sie unter einem Hochsitz vorbeikommen, auf dem ein Jäger sitzt: Nicht stehen bleiben und den Jäger ansprechen, sondern einfach weitergehen. Wer stehen bleibt und ein Gespräch anfängt, vergrämt sämtliches Wild in der Nähe und der Jäger wird an diesem Tag umsonst warten.

Jäger-Vorwurf 3:

Wo gevespert wird, bleibt oft Müll zurück, der für Wildtiere zur Gefahr werden kann.

Wanderer hinterlassen oft Müll und Verschmutzung

Mülltonnen gibt es im Wald nur an ausgewiesenen Rastplätzen. Deshalb gehört immer eine kleine Mülltüte in den Wanderrucksack, um leere Joghurtbecher oder ähnliches wieder mit nach Haus zu nehmen. Denn Abfall kann für Tiere zur tödlichen Falle werden, z. B. Mäuse, die aus leeren Flaschen nicht mehr herauskommen, oder Wildschweine, die einen ganzen Joghurtbecher auffressen und dann schwerwiegende Verdauungsprobleme bekommen.

Jäger-Vorwurf 4:

Oft wird zum Grillen der Wurst ein Feuer angezündet. Dabei besteht Waldbrandgefahr.

Waldbrandgefahr durch unerlaubtes Feuermachen

Feuermachen ist im Wald grundsätzlich verboten. Durch Funkenflug können sich schnell trockene Gräser entzünden, durch die sich das Feuer blitzschnell ausbreitet. Auch das Rauchen ist im Wald vom 1. März bis zum 31. Oktober verboten. Eine Ausnahme gilt für im Wald beschäftigte Personen.

Outdoorler-Vorwurf 1:

Warum muss der Jäger mit dem Auto durch den Wald fahren?

Jäger brauchen ein Auto zur Revierpflege

Damit der Jagdpächter die ihm vom Gesetzgeber übertragenen Aufgaben erfüllen kann, ist er oft auf sein Auto angewiesen. Neben der Bejagung gehören zu seinen Aufgaben auch die Hege des Wildbestandes sowie der sogenannte Jagdschutz. Das ist der Schutz des Wildes vor Wilderern, Futternot und Wildseuchen. Er transportiert in seinem Auto Werkzeug zur Reparatur der Hochsitze, Salzlecksteine zur Versorgung des Wildes mit Mineralien und transportiert das erlegte Wild in die Wildkammer.

Outdoorler-Vorwurf 2:

Warum darf der Jäger seinen Hund frei herumlaufen lassen, ich jedoch nicht?

Die Brauchbarkeitsprüfung stellt Gehorsam von Jagdhunden sicher

Der Jäger ist von einer eventuellen Leinenpflicht im Wald ausgenommen. Jagdhunde haben eine Brauchbarkeitsprüfung abgelegt, in der sie ihre jagdliche Einsatzfähigkeit beweisen müssen, wozu auch der Gehorsam gehört. Jagdhunde gelten deshalb generell als folgsam und entsprechend gut kontrollierbar.

Outdoorler-Vorwurf 3:

Warum geben mir Jäger immer das Gefühl, dass der Wald ihnen gehört und ich dort nicht willkommen bin?

Über den Umgang mit Waidmännern

Wie so oft, gibt es auch hier Einzelfälle, die ein schlechtes Licht auf alle Jäger werfen. Dieses Verhalten hat sogar Einzug in den Satirefilm „Der Schuss durchs Brötchen“ gehalten. Der Jäger rast mit seinem dicken SUV am Gassigänger vorbei, fährt durch die Pfütze, spritzt ihn dabei nass, und pöbelt ihn an, er solle seinen Hund an die Halsung (Halsband) nehmen. Dabei ist es viel zielführender, wenn der Waidmann anderen Waldbesuchern die Zusammenhänge erklärt – also zum Beispiel warum er hier eine Kirrung angelegt hat und warum man dort nicht gerade an den (Mal-)baum pinkeln sollte. Wenn der Jäger erklärt, wie wichtig, und gleichzeitig wie zeitaufwändig es ist, Wildschweine zu erlegen, entwickelt sich ein Verständnis für die dafür notwendigen Maßnahmen und die gegenseitige Rücksichtnahme kommt ganz von alleine.

21 Antworten

  1. Die Aussagen der Jägerschaft sind rundum korrekt.
    Erklärungen an die sog. Qutdoorbegeisterten mit ihren Hunden, haben bis jetzt leider zu keinem Erfolg geführt.

    1. Dass die Erklärungen an die „Outdoorbegeisterten mit Hund“ nichts bringen, da „stinkt der Fisch vom Kopf her“, wie man so schön sagt. Das kann nicht funktionieren. Denn in Hundeschulen wird Hundehaltern heutzutage leider eigentlich nur noch beigebracht, welche Bedürfnisse und Wünsche Hunde haben und wie man diese am besten erfüllt.
      Wie man Rücksicht auf Menschen, die Natur oder Wildtiere nimmt, kommt im Hundeschulen-Lehrplan eindeutig zu kurz oder gar nicht vor.
      Menschen, die an Hundehaltern berechtigte Kritik üben, werden als Tierhasser dargestellt. Die oft gebrachte Einstellung „Hunde sind die besseren Menschen“, tun ihr übriges und lassen das aufkommende schlechte Gewissen ruhen, wenn man sich als Hundehalter mit menschlichen Kritikern streitet. Unsere Gesetze unterstützen dabei eigenartigerweise stets die Hundelobby und Behörden schreiten bei Gesetzesverstößen von Hundehaltern eigentlich nie ein.
      Man könnte glatt denken, die Verschmutzung der Natur und die Schäden an der Natur durch Hunde und die zunehmenden Feindseligkeiten Hundehalter gegen andere Menschen sei politisch gewollt. Zumindest macht die Politik keinerlei Versuche, diese Probleme zu beheben.
      Wenn Behörden zum Beispiel seit Jahrzehnten angeblich „nichts dagegen machen können“, dass Hundehalter Kinderspielplätze und Kita- und Schulwege regelmäßig als Hundeklos missbrauchen, dann muss man den Behörden leider unterstellen, dass sie nichts tun wollen.
      So ist vielleicht die Feindschaft zwischen Hundehaltern und Jägern sogar gewollt??? So gäbe es doch von Seiten vieler Hundehalter (ein zahlenmäßig nicht kleiner Teil der Gesellschaft) kein Mitleid mit Jägern, sondern Zustimmung, wenn man Jäger irgendwann einmal gesetzlich ganz abschafft.
      Denn mit Jägern, die ab und zu mal, vorher groß angekündigt und gut abgesichert, gefahrenlos im Wald jagen, kann man Menschen nicht aus der Natur vergraulen, sehr wohl aber mit der Aussetzung von Wölfen. Nur, was macht man, wenn es keine Jäger mehr gibt?? Tja, dann bleibt nur der Wolf.. Der reguliert nicht nur das Wild, (auch wenn er dabei oft viele Haustiere und Weidetiere, manchmal sogar Menschen qualvoll tötet), sondern sorgt „nebenbei“ auch dafür, dass Menschen die Natur verlassen.
      Das freut die (Konsum) Industrie sicherlich, da denaturierte Menschen viel mehr konsumieren als solche, die in der kostenlosen Natur Entspannung, Befriedigung und Erfüllung finden.

  2. Hallo, ich kann mich in beide Seiten versetzten. Ich bin in einer Waidmann Familie aufgewachsenoch und leidenschaftlicher Bushcrafter sowie Wildwanderer.
    Daher kenne ich auch beide Seiten.
    Muss aber ehrlicher weiße sagen, dass ich mich manchmal richtig Gegend für beide schämen muss. Zum einen für die Freizeitwaldbesucher. Da sie zu meist anstand Sauberkeit und bennimm Zuhause gelassen zuhaben scheinen. Zum anderen für die Jäger die sich zum Teil mit teilgeladenen Waffen Wanderern oä. Nähern .
    Mfg Dennis

  3. Der Outdoorbegeisterte scheint hier immer der Depp zu sein und die Jägerschaft die Korrekten. Eine etwas einseitige Sichtweise. Erklärungen von oben herab können keinen Erfolg haben.

    1. Sie haben Recht, die „nackten“ Erklärungen sind vielleicht etwas zu kurz gehalten und könnten so verstanden werden als wäre das die einzige, allgemeingültige Wahrheit. Man hätte zum Beispiel durchaus noch ergänzen können, dass auch der Jäger nicht jeden Meter mit dem Auto fahren muss und ich habe auch schon genug unfolgsame Jagdhunde gesehen.

      1. Erklären sollte man auch die Hintergründe, z.B. das für viele Menschen (Angler, Jäger, Angehörige von Naturschutzbünden etc.) der Naturgenuss mit teils enormen vorherigen Leistungen einhergeht. Sie sind bereit Prüfungen abzulegen, und danach einen nicht unbedeutenden Teil der Kosten des Naturgenusses zu tragen.

        Bei den Anglern wäre das der Vereinsbeitrag und der Arbeitsdienst (je nach Bundesland und Verein ca. 8 Stunden pro Jahr).
        Bei den Jägern kommen Kosten für Revierpacht, Versicherungen, Hegebeiträge, Begehungsscheine, Versicherungen etc. etc. etc. zusammen.

        Es ist nicht so, dass in der Natur alle gleich wären, die einen sind bereit viel dafür zu tun/zu investieren, die anderen trampeln einfach nur geocachend und campierend durch unsere schönen Wälder, und so kommt es, dass in einem der am dicht besiedelsten Ländern der Erde die Interessen zwangsläufig aneinander geraten.

        Stellen wir uns vor, jeder könnte fliegen ohne eine Lizenz zu „erkämpfen“, ein Horror in der Luft wäre die Folge. Ähnlich sieht es aus, wenn viele in die Natur streben, überall Menschen, das Wild scheu und seines natürlichen Verhaltens beraubt, für niemanden gibt es mehr einen wirklich und wahrhaftigen Rückzugsort.

        Warum sollten bestimmte Menschen in der Natur mehr Rechte haben? Weil sie dafür auch etwas getan haben, weil sie bereit sind, täglich etwas dafür zu tun. Wer da den Unterschied nicht erkennen kann, dem kann auch nicht geholfen werden.

      1. es ist ja nun wirklich die Höhe, was manch einer von sich gibt. Ja, es gibt viele Wanderer, die Dreck hinterlassen. Aber auch viele Waldarbeiter, ich sehe das an den Mülltüten, die meist mit Werbeaufschriften irgendwelcher Ostblocksprachen versehen sind. Ich bin fast jeden Tag mit den Hunden im Wald, und ich NEHME DRECK MIT HEIM, den ich in meiner Mülltonne entsorge. Ich liebe den Wald, und ICH ZAHLE EINE MENGE STEUERN, von denen die Erhaltung des Waldes durch Fachpersonal finanziert wird. Viele Kommentatoren wollen hier offensichtlich den einfachen Naturverbundenen das Recht absprechen, sich dort zu bewegen ? Das wird immer schöner ! Ich soll jetzt eine Qualifikation ablegen, um dort spazieren zu gehen ? Manno, „das ist soooo deutsch“.

    2. Wurde vor 30 Minuten beim Joggen – also um halbfünf – von einem Jäger – der saß da 100 Meter oberhalb von meiner Wohnung in seinem Jagdstand – belehrt, dass es jetzt Nacht sei und ich da im Wald nichts verloren habe. Ich solle tagsüber laufen sonst könne ich mich auf etwas gefasst machen … 🤔😶🤔

  4. Ich muss Hans -Peter recht geben es führt meist zu keinen Erfolg meiner Meinung nach sind diese,,Outdoor begeistern“ auch meistens keine Natur Freunde. Höflicher und Respektvoller Umgang ist das wichtigste auf beiden Seiten!Ich persönlich zähle mich zu beiden dazu .

  5. Viel falsches dabei.Studien zeigen schon lange dass Wild unabhängig von der Uhrzeit zwischen „Waldtouristen“ und Jägern unterscheidet.

    Auch ist das Feuer machen im Wald nicht grundsätzlich verboten,erst Recht nicht in NDS.

    Das mit dem Auto im Wald ist klar und verständlich,allerdings würden viele meinerJagdkameraden auch nicht anders zu und in ihre Kanzeln mit beheizten Schuhen und Ärschen kommen weil sie schlicht zu fett und/oder zu alt sind.

    Wenn dann noch -wie die hier im Artikel gezeigte und von einigen Altvorderen gelebte- Arroganz dazu kommt wird unser Bild in der Öffentlichkeit nicht besser. Das könnt ihr besser.

    1. Benennen Sie doch mal die Studien !.

      Was Vorurteile betrifft denke ich das Sie bestimmt zu den Leuten gehören die kreuz und quer ihren Hund durch die Gemarkung rennen lassen.
      … und ihre „Jagdkameraden“ wohl eher auf einen Jagdgegnerseite zu finden sind.

    2. Ein primitiver voreingenommener Beitrag . Schon die Wortwahl sagt eigentlich alles über das Niveau des Verfassers aus.Trotzdem wünsche ich diesem netten Herrn viel Erfolg beim“ event. Älterwerden“ und noch ein wenig dazuzulernen, wie der gegenseitige Respekt wichtiger ist als das geistlose Geplappere .

  6. Der Wald gehört uns allen: Wanderern, Walkern, Mountainbikern – und dem Wild.
    Die Zauberformel heißt Respekt.
    Respekt vor der Natur: Dem Hirsch, dem Reh dem Schwarzwild, den Vögeln.
    Vor und nach Sonnenuntergang gehört der Wald dem Wild.
    Punkt!

  7. Ich denke, bei den Aggressionen gegenüber Jägern ist leider sehr viel Sozialneid im Spiel, da Jäger nun einmal meistens gehobeneren Sozialschichten angehören. Darüberhinaus sind diejenigen, welche die Jäger am meisten anfeinden, sicher die Gruppe der Hundehalter. Die Jogger, die man im Wald sieht, bleiben eigentlich immer auf den Wegen und stören niemanden und ich habe noch nie einen Jogger gehört, der sich über einen Jäger beschwert hätte. Es gibt unter Nicht-Hundehaltern leider auch nicht mehr viele Menschen, die einen Wald aufsuchen, nicht etwa, weil sie Wälder nicht lieben würden, sondern weil sie wegen der starken Verschmutzung mit Hundekot und wegen der zu vielen frei herumlaufenden Hunde dort keine Erholung und keinen Spaß mehr finden. Undenkbar, dass dort im Wald, wo wir als Kinder gespielt haben, heute noch ein Kind spielen könnte. Gerade im Wald glauben viele Hundehalter, nie Gassitüten benutzen zu müssen, obwohl viele Hundehalter ihren Hund dort täglich hinführen, damit er dort seine Geschäfte verrichtet. In Naturschutzgebieten kommen einem oft ganze Rudel von frei laufenden Hunden entgegen, es gibt von Seiten der Hundehalter meistens kein Verständnis dafür, dass viele Menschen Angst vor fremden Hunden haben, die sich ihnen ohne Leine nähern. Kürzlich ging ich durch einen Wald, in dem Leinenpflicht herrschte, ein Hund ohne Leine sprang mich an und verschmutzte meinen Mantel, da der Hund Matsch an den Pfoten hatte. Als ich den Hundehalter darauf hinwies, dass der Hund eigentlich angeleint sein müsse, dann hätte er auch meinen Mantel nicht verschmutzt, fuhr er mich wütend an, viele Menschen gehörten auch an die Leine. Solch ein verschämter Hundehalter macht sprachlos, ist aber leider kein Einzelfall. Hundehalter bezeichnen sich zwar stets als Tierfreunde, aber die Liebe reicht oft nur für den eigenen Hund. Laut einer kürzlichen Zählung des NABU hatten in dem Wald in unserer Kleinstadt während der Brut- und Setzzeit von 12 Hundehaltern nur zwei ihren Hund angeleint. Wären Hundehalter wirkliche Tierfreunde, so würden mehr unter ihnen ihre Hunde anleinen. Die anderen Spaziergänger und Naturliebhaber haben die Hundehalter bereits größtenteils aus dem Wald vertrieben, jetzt versuchen sie es auch mit den Jägern. Diejenigen, die Wölfe in unseren Wäldern ansiedeln wollen und somit Jäger überflüssig machen wollen, kommen eindeutig aus der Ecke der Hundefans und Hundelobbyisten. Da der Wolf ein Verwandter des Hundes ist, soll er in den Wald geholt werden, ob er Menschen und andere Tiere bedroht oder nicht. Außerdem wird dann jeder Hundehalter angesichts der vielen Hundehaufen, die den Wald verschandeln, sagen, die seien ja vom Wolf, nicht von ihnen; wegen der optischen Ähnlichkeit der Haufen bleibt der Gegenbeweis aus. Bereits jetzt bemühen Hundehalter ständig die berühmte Argumentation mit Igel & Co, wenn es um Hundetretminen geht. Ich denke, freiwillige Einsicht in Einschränkungen ihrer Hunde und Rücksicht auf andere ist von den meisten Hundehaltern nicht zu erwarten, es müssten strengere Gesetze und vor allem deren Durchführung her.

  8. Das sind mutige und klare Worte von Frau Lungen, denen ich zustimmen möchte. Allerdings ist es eher ein Klischee, dass Jäger alle aus gehobenen Schichten stammen. Ein Großteil der Jäger sind Bauern, auch sie werden oft von Hundebesitzern angefeindet, da die Bauern sie allzu oft daran erinnern müssen, dass nicht jedes Grundstück, vor allem Felder, auf denen Nahrungsmittel angebaut werden, als Hundeklo und Hundeauslauf genutzt werden soll.
    Wenn man sich privat mit den verschiedensten Menschen unterhält, lehnen diese alle die Ansiedlung von Wölfen ab. Ja, Bauern und vermeintlichen „Snobs“ eins auswischen, indem man Wölfe ansiedelt und diese Leute wegmobbt, das ist es wohl.. Die Frage ist.“ Cui bono?, Wem nützt es?“ Die Bauern erhalten zwar teilweise finanzielle Entschädigung für ihre getöteten Tiere, aber sie laufen ihrem Geld lange hinterher, Viele Bauern haben die (Bio)Tierhaltung bereits aufgegeben. Auch weil sie diese Blutbäder durch Wölfe emotional mitnehmen und weil sie einfach Angst haben. Das alles kommt sicher auch den Massentierhaltungsbetrieben, also der Industrie, sehr entgegen. Vielleicht will die Politik auf diese Weise die Industrie fördern…
    Der Jäger lernt in der anspruchsvollen Jagdausbildung alles über Flora und Fauna, was er wann schießen darf und was nicht, er lernt vor allem viel über seine Pflichten und er liebt das ganze Biotop Wald.
    Die meisten Waldbenutzer reagieren recht einsichtig, wenn Förster oder Jäger sie wegen Fehlverhaltens im Wald ansprechen. Bei vielen Hundehaltern, das muss man einfach sagen, ist das anders. Da muss man aber auch die Hundebesitzer ein bisschen in Schutz nehmen und denen einen Vorwurf machen, die die Lehrpläne für Hundeschulen erstellen: da diese Verantwortlichen heutzutage den Fokus in ihrem Lehrplan, zu sehr auf das „Sich-Ausleben des Hundes“ legen und zu wenig an die Pflichten und an Rücksichtnahme anderen gegenüber erinnern.
    Für die meisten Jäger ist ihr Wachhund ein sehr guter tierischer Freund und Partner, nicht wie für viele Hundehalter ein lebendiges Kuscheltier oder sogar der bessere Menschenersatz.
    Die übertriebene Vermenschlichung von Hunden trägt dazu bei, dass der Hund in der „Hirarchie“ anderen übergeordnet wird, auch wenn das permanent zu Problemen führt. Ein guter Jagdhund gehorcht aufs Wort und hat gelernt, sich im entscheidenen Moment unterzuordnen.
    Deshalb gibt er auch nicht seinem Trieb nach hetzt wahllos andere Tiere.
    Dass der Jäger nicht durch den Wolf ersetzt werden kann, hat man in letzter Zeit vielfach gesehen: Es gab in kurzen Zeiträumen sehr viele Angriffe dieser Raubtiere. Sogar Büffel wurden von Wölfen bezwungen. Vor einigen Wochen kamen Wölfe der Großstadt Berlin gefährlich nahe und zerfleischten dort 30 Schafe, fast ausschließlich Lämmer.
    Die Tier-Romantiker behaupteten, der Wolf sei keine Gefahr für Menschen. Vor etwa einem Monat wurde eine Spaziergängerin in Europa von Wölfen zerfleischt. Worauf wartet man jetzt noch? Auf die nächsten Toten? Oder reden sich die Wolfromantiker immer noch ein, das kann bei uns nicht passieren? Der Wolf im Wald entspricht einem „Rambo“, der mit Waffe durch den Wald rennt. Wölfe sind Raubtiere und ein Wolf, der Tiere oder Menschen reißt, also tötet, ist kein seltener „verhaltensauffälliger Wolf“, wie bei solchen Tötungen in den Medien oft behauptet, sondern ein normales Raubtier, das seinem natürlichen Trieb nachgeht.
    Wenn Wölfe Jäger ersetzen sollen, dann sollen bitte in Zukunft die Wölfe die Leichen der überfahrenen Wildtiere, welche ständig von den Straßen weggeräumt werden müssen (oft von nicht angeleinten Hunden auf die Straße gehetzt), forträumen. Von den vielen Pflichten des Jägers, die dieser erfüllt, wissen die meisten nämlich nichts.

  9. Denn Wolf so zu verteufeln wie in denn Kommentar von Herrn Friedrich ist aber auch nicht der Richtige Weg meiner Meinung nach. Wenn ich dieses Kommentar lese Frage ich mich wie die Bauern und Tiere in Rumänien überhaupt noch Leben können Sie leben seit Ewigkeiten mit denn Wolf. Ich sehe mich nicht als Wolfsgegener aber auch nicht als Wolfsfreund.

    1. Die Rumänen haben einen ganz anderen Umgang mit dem Wolf. Da wird nicht lange gefackelt und die Tiere lernen schnell wo sie wegzubleiben haben.
      Dazu kommt noch eine viel geringere Bevölkerungsdichte wie hier.

      Die hier ,teilweise ausgesetzten, Wölfe sind Hobbyveranstaltungen einiger „Tierfreunde“.
      Diese müßen für die Schäden ja auch nicht aufkommen.
      Dafür sind die Wölfe ein immenser Spendengeldschlager.

      Müßten diese Leute auch die Verantwortung tragen sähe das ganz anders aus …..

  10. Ohje so viel Unkenntnis auf einem Haufen, bei Nichtjägern und bei Jägern. Bevor man die „Toten“ gegeneinander aufrechnet und Blutrünstige Horrorgeschichten in die Gegend rausposaunt sollte man sich wenigstens einigermaßen an die Fakten halten. Meine Güte, wenn ich hier von „Schlachtfeldern“ im Wald höre, kann ich nur noch den Kopf schütteln. In Deutschland wird im Allgemeinen nur ein halbherziges Wolfsmanagement betrieben, da liegt das Hauptproblem. Und wenn jemand durch einen Wolf zu Schaden kommt wird er in der Regel damit alleine gelassen.

    Privat kenne ich viele die dem Wolf gegenüber aufgeschlossen sind, aber es gibt sehr viele die durch solche Horrorgeschichten, wie hier, stark verängstigt sind. Bei denen betreibe ich in der Regel Aufklärung. Bisher gibt es keine Beweise, dass Wölfe ausgesetzt wurden (Völliger Blödsinn). „Blutbäder“(meine Güte). Es gibt keinen „Blutrausch“ bei Beutegreifern. Es gibt das Phänomen der Mehrfachtötung, die wird allerdings nur ausgelöst wenn die Beutetiere nicht flüchten können (Gatter), und somit ständig das Beutefangverhalten ausgelöst wird bis sich nichts mehr bewegt(der Fuchs im Hühnerstall).

    Zum nächsten, kein Wolf hat es jemals geschafft seine Beute auszurotten. Es ist einfach nicht möglich. Im Gegensatz zu anderen Länder wie Italien, Spanien, Rumänien etc. ist man in Deutschland mit dem Herdenschutz weit zurück. Warum nicht mal von diesen Ländern lernen.

    Gut, in Griechenland wurde eine Frau von einem Wolfsrudel attackiert und getötet. Das ist schlimm. Aber, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit von einem Wolf getötet zu werden und im Gegensatz dazu von einem Autofahrer über den Haufen gefahren zu werden oder von einem Krankenhauskeim dahingerafft zu werden. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit überhaupt einen Wolf zu sehen. Ich kenne einen Wolfsforscher aus Kanada der über diese Hysterie in Deutschland nur den Kopf schütteln kann.

    Hundehalter im Wald: Ich stimme zu dass die meisten Hundehalter von Hunden keine Ahnung haben, aber viele Jäger auch nicht. Wenn einem Jäger der halbe Unterarm durchlöchert wird weil er seinem „Jagdhund“ etwas wegnehmen will, was soll man dazu noch sagen. Wenn Jäger durch den Wald und mit Pfeife hinter ihrem Hund herrennen, bzw. Wanderer fragen müssen ob sie einen Hund mit orangenem Halsband gesehen haben, sollte man auch nicht unbedingt von absolutem gehorsam reden.

  11. Spätestens bei der Beschäftigung mit den Thesen, die lange als „Verschwörungstheorien“ abgetan wurden, bei denen man aber mittlerweile weiß, dass sie bitterer Ernst sind, muss man erkennen, dass langfristig ein Vertreiben der Menschen aus der Natur geplant ist. Das macht man teilweise mit der Ansiedlung von Wölfen, die bekanntlich eine EU Richtlinie, also die Richtlinie einer Wirtschaftsgemeinschaft ist. Da Jäger die erforderliche „Regulierung des Wildes“ natürlich viel besser und sicherer beherrschen als Raubtiere, will man Jäger wegmobben. Das macht man einerseits durch immer schärfere Gesetze, oder durch ständige Verteuerung des Jagdscheines, aber auch, indem man die Bürger gegen Jäger aufhetzt: Man muss sich nur ansehen, wie negativ (die gekauften) Mainstream-Medien stets über Jäger berichten. Es gibt z. B. sicher keinen „Tatort“-Krimi, in dem Jäger oder Bauern (die auch oft Jäger sind und außerdem keine Großindustriellen) vorkommen und diese positiv dargestellt werden. Meistens sind Jäger die korrupten Mörder in diesen Filmen. Ein weitere Gruppe, die Jäger oft als ihre Feinde ansieht, findet sich in den heutigen Hundehaltern, die von Hundeschulen stets aufgefordert werden, ihre Hunde möglichst in der Öffentlichkeit leinenfei laufen zu lassen. Abgesehen davon, dass auch das viele Spaziergänger ohne Hund aus den Wäldern vertreibt (die dann aber als Tierfeinde oder dumme Hundephobiker dargestellt werden. ) bringt das natürlich Probleme und manchmal Feindschaft mit Jägern mit sich, deren Aufgabe ja auch das Schützen von Wildtieren ist, vor allem in der Brut- und Setzzeit.
    Da heimische Wildtiere wie Eichhörnchen, Vögel, Wildschweine, Rehe etc. in unseren Medien, anders als exotische Wildtiere (und Hunde und Katzen), kaum noch gebracht werden, ist auch von Seiten der Bevölkerung nicht mehr so viel Sympathie, Verständnis und Mitgefühl für diese Tiere da. Städtische Behörden kümmern sich eigentlich gar nicht nicht mehr darum, wenn in der Natur Gesetze missachtet werden. Dass z. B. die Mehrheit der Hundehalter sich leider nicht an die Anleinpflicht in der Brut- und Setzzeit hält, kümmert die Behörden nicht. Bei jedem kleinsten Kratzer am Auto erscheint die Polizei, bei Vergehen im Wald haben die Behörden „keine Kapazitäten frei“.
    Der Versuch,, den Jägern „großzügigerweise“ den Abschuss der Wölfe aufzuerlegen, hätte die Aversion der Bürger gegen Jäger sicher noch verschärft, da die Medien diese Raubtiere zu schützenswerten Schmuseobjekten aufgebaut haben. Außerdem hätten Jäger, vor allem die Bauern, ihre eigenen Schäden durch Wölfe obendrein auch noch selbst zahlen müssen. Zum Glück haben sie das erkannt, abgelehnt und sind auf diesen schlechten Deal nicht hereingefallen. ..

  12. Dieser Link unten, den ich gelesen habe, war für mich nicht nur Unsinn einer Tier Organisation, die manchmal extrem ist, sondern ich habe es auf eine Balance zwischen rational und irrational gestellt, da steckt viel Wahrheit drin, „und für mich“ nur jäger im blutrausch werden nicht verstehen können, dass das, was diese Tier Organisation geschrieben hat,
    viele reale und bestehende Punkte über die Jagd auf Tiere, die Natur und die Gesetze der Jagd enthält.

    https://www.peta.de/themen/jagd-hintergrundwissen/

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