Frankonias Jungjägertagebuch (13) – Brauchbarkeitsprüfung

Brauchbarkeitsprüfung Jungjägertagebuch

Brauchbarkeitsprüfung Jungjägertagebuch

Als  angehender Jungjäger muss man auch nachweisen, dass man bei einer Hundeprüfung anwesend war. Da der Hanauer Jagdklub e.V. und der Kreisjagdverein Gelhausen e.V. eine Brauchbarkeitsprüfung veranstalten, habe wir uns ran gehängt. Früh ging es im Suchenlokal los. Nach einem Kaffee und einem belegten Brötchen wurde eine kurze Ansprache gehalten, der Ablauf und der Rahmen festgelegt und die Hunde eingeteilt. Mit drei Gruppen und je fünf Hunden ging es dann los.

Geprüft wurde alles.  Angefangen wurde mit dem allgemeinem Gehorsam im Feld. Dann ging es in ein kleines Waldstück, in dem das „bei Fuß“ um Bäumen herum abgenommen wurde. Danach mussten die fünf Prüflinge im Sitz oder Platz verharren, während wir Zuschauer als Treiber fungierten und ordentlich Krach machten. Gewürzt durch ein paar Schüsse in die Luft, wurde geschaut wie sich der Hund in dieser Situation verhält.

Weiter ging es zum Schweiß. Suche auf Schalenwild. Die Fährte war schon am Vortag gelegt worden. Man konnte richtig sehen, das die Vierbeiner teilweise nervös waren. Doch nervöser waren teilweise die Führer. Und das war sehr interessant zu beobachten. Ein KIM war sichtlich nervös. Hechelte wie verrückt. Der dazu gehörige Führer fast noch stärker. Leider musste dieser Hund drei mal vom Prüfer korrigiert werden. Somit war der KIM durchgefallen. Und damit fiel die Anspannung beim Führer ab. Und auch der Hund wurde auf einmal total ruhig.  Richtig entspannt! Da sieht man wie fein die Sinne dieser Tiere sind.

Alle weiter zum Teich. Ente ins Wasser, Hund hinterher geschickt. Der Hund musste innerhalb eine kurzen Zeit das Wasser annehmen. Hier wurde dann auf Kommando vom Prüfer schräg über den Hund geschossen.  Von den drei Hunden die angetreten waren, fiel nur einer durch, da er an der Ente vorbei schwamm um erst zu sehen, wo der Schuss hin ging. Auf dem Rückweg nahm er die Ente auf. Doch das war laut der Prüfer so nicht richtig.

Dann noch ein mitgebrachtes Kaninchen mit zwei 90° Hacken über gut 900m gezogen. Dabei soll ja nicht das ganze Tier, sondern nur die Hinterläufe den Boden berühren. Durch den starken Seitenwind war schön zu erkennen, wie die Hunde parallel zur eigentlichen Spur versetzt arbeiteten. Doch das war für alle angetretenen Hunde, bei Kannin  und Federwild, gar kein Problem, diese aufzunehmen und zum Führer zurück zu bringen. Dabei konnte der Hund ja wählen, ober er das Stück aufnimmt von dem, der die Schleppe gelegt hat oder welches abgelegt wurde. Ich stellte mir nur vor, wie meine Beaglehündin das machen würde. Die würde vor dem Schleppenleger stehen und diesen verbellen :-). Doch werde ich mir jetzt mal TK-Schleppwild bestellen.

Zur Stöberarbeit sind mir nicht mehr mitgefahren. Das Zuschauen war über diesen langen Zeitraum doch sehr anstrengend.  Zum Glück ist man kein Hund. Die waren Abends bestimmt total fertig. Denke aber, mit einem dicken Grinsen.

Dank hier an die beiden Vereine für die Ausrichtung und die logistische Leistung so viele Prüfer bereit zu stellen.

 

2 Antworten

  1. Sehr anschaulicher Bericht, Dirk! Deine Beaglehündin wird die BP eines Tages sicher packen, die Beagle sind eine schlaue Rasse. Manche Hunde sind in der Tat aber zu schlau und verbellen den Falschen 😉

    1. Sehr schöner Bericht! Danke, hat Spaß gemacht zu lesen.

      Bin angehender Verbandsrichter und finde, Du hast es super getroffen.

      Nur 900 Meter Schleppe habe ich bei einer Prüfung noch nie erlebt :).

      Viele Grüße
      Peter

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