Herbst Zeit, Schlehen Zeit

Der Herbst ist da, die ersten Nachtfröste lassen den Reif gefrieren und uns wieder die Autoscheiben frei kratzen. Doch auch die Früchte des Schwarzdorns werden süßer.  Und da man sein Revier kennt, weiß man wo man diese Früchte finden kann.  Also Kind und Kegel eingeladen und mit alter Kleidung sich in die „Dornen“ geworfen. Die Büsche tragen dieses Jahr so viele Früchte, so das wir in einer guten halben Stunde, 4kg Früchte gesammelt hatten.  Was nun damit machen?

Sloes close-up – Schlehen

Schlehenlikör!

Man(n) nehme 2kg Früchte und wasche diese. Dann wird jede Beere ein paar mal, stilecht mit dem Dorn der Schlehe, eingestochen. Das ist eine Arbeit, die man seinem schlimmsten Feind nicht wünscht. Die eingestochen Schlehen werden nun in ein Gefäß gefüllt, das man verschließen kann. Ich verwende z.B. 5l Kunststoffkanister. Besser, aber teurer, ist eine bauchige Glasflasche. Eine sogenannte Korbflasche. Hier ist auf einen guten Flaschenverschluss zu achten.

Nachdem man die 2kg Früchte eingefüllt hat,werden diese mit 1kg Zucker versehen und mit 3 Flaschen Wodka(á 75cl) begossen. Je höher die Vol% desto besser, da der Alkohol die Geschmacks- und Farbstoffe löst.

Jetzt wird das Gebinde kühl und dunkel 6 Monate eingelagert. Am Anfang wird das Gebinde ab und zu bewegt, damit sich der Zucker vollständig auflöst. Nach dieser Zeit seiht man alles durch ein doppelt gelegtes Mulltuch und füllt den Likör in sterilisierte Flaschen. Dazu nehme ich Alkohol aus der Apotheke und schwenke die Flaschen ein paar Minuten damit aus. Den Alkohol lasse ich aber dann in der Flasche :-).  Die Flaschen werden nun noch für mindestens 6 Monaten dunkel gelagert, bevor man diese öffnet.

Durch mehrere Berichte über Englische Jäger habe ich gesehen, das diese Gin nehmen. Gin hat aber einen Eigengeschmack. Doch wegen der reichen Ernte habe ich auch mal zwei Liter mit Gin angesetzt.

Auch habe ich zwei Liter mit Schlehen angesetzt, die nicht eingestochen, sondern per Hand angedrückt worden sind. Das geht viel schneller als mit dem Einstechen. Ob es sich am Geschmack auswirkt? Das werden wir in einem Jahr dann sehen.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Autors da und werden von ihm verantwortet. Die Meinung von Frankonia wird dadurch nicht wiedergegeben.

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