Nachsuche – Wie verhalte ich mich richtig?

Der Schuss ist gefallen und das Stück liegt nicht. Was nun? Wie verhältst du dich waidgerecht, um das Leiden des Wildes so kurz wie möglich zu halten? 

Du bist schlecht abgekommen, das beschossene Stück springt ab. Der Albtraum jeden Jägers. Es folgt der bange Weg zum Anschuss und die Suche nach Pirschzeichen.

Nun ist es wichtig, dass du anhand der Pirschzeichen abschätzen lernst, welchen Schwierigkeitsgrad eine Nachsuche haben wird. Es geht nicht darum, dass du selbst jede Nachsuche meistern kannst.

Diese Jägerfibel soll dir dabei helfen, am Anschuss die richtigen Entscheidungen zu treffen: Suchst du selbst nach, bittest du einen erfahrenen Jagdkollegen um Hilfe oder überlässt du die Schweißarbeit einem professionellen Nachsuchenführer? Wir geben dir wichtige Hinweise an die Hand, bei welcher Nachsuche der Hund Geselle sein darf und wann er Meister sein muss.

Zum Blättern: Nachsuche – Die kleine Jägerfibel

Als PDF: Nachsuche – Die kleine Jägerfibel

2 Antworten

  1. Das ist ein ziemlich hilfreicher Text, allerdings ist das Herumtrampeln auf dem Anschuss nicht zu empfehlen („macht dem erfahrenen Schweißhund nichts aus“). 1. Ist nicht jeder Hund erfahren und 2. werden Schweiß und Wildbret durch die Schuhsohle verteilt und irritieren dadurch jeden Hund.

    1. Hallo Herr Zieske,

      vielen Dank für Ihre zustimmenden Worte zu unserer Jägerfibel. Mit Ihrem Hinweis, auf dem Anschuss nicht „herumzutrampeln“, haben Sie sicher Recht. Doch davon ist auch nicht die Rede. Es geht darum, dass zum Suchen, Finden und Einsammeln von Pirschzeichen der Anschuss nunmal betreten werden muss. Das sollte durchaus mit einer gewissen Vorsicht geschehen, dennoch ist nach Meinung erfahrener Schweißhundeführer das Betreten kein Problem, da jeder Hund problemlos diese künstlichen Verleitungen von der Originalfährte unterscheiden kann, wenn er will. Schließlich ist die Originalfährte die einzige, die nicht in Kombination mit menschlichem Geruch vorliegt. Bei völlig unerfahrenen Hunden mögen sie Recht haben, doch hat jeder „Nachsuchenhund“ zumindest einmal die Brauchbarkeitsprüfung mit dem Fach Schweißarbeit bestanden. Weil dies nicht ausreicht, sollte jeder Jäger bemüht sein, nach der Prüfung durch weitere Einarbeitung und entsprechende Übungsaufbauten seinen Hund fit für die Jagdpraxis zu machen, bevor dieser über einfache Totsuchen hinaus eingesetzt wird.

      Viele Grüße
      Ihr FRANKONIA Team

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