Jagdausbildung / Jägerausbildung / Jagdprüfung / Jägerprüfung

Der Frankonia Ratgeber für die Jägerprüfung hilft Jungjägern bei Fragen und Antworten über Waffen, Munition, Ballistik, Jagdgesetz, Waffengesetz und vieles mehr

Die Ausbildung zum Jäger


Das Interesse an der Jagd steigt. 2016 gab es deutschlandweit bereits über 16.000 Personen, die sich der Herausforderung Jäger zu werden gestellt haben. Wie beschwerlich der Weg zum Jagdschein ist, zeigt der Blick auf die Zahlen derer, die die Jägerprüfung nicht gemeistert haben. Etwa 25% der Jagdscheinanwärter fallen durch. Ein hoher Prozentsatz, der sicher auch auf die umfangreichen schriftlichen und mündlichen Prüfungen zurück zu führen ist. Hinzu kommen Schießprüfungen mit Büchse und Flinte auf Scheiben und Wurfscheiben. Nicht umsonst wird die Ausbildung zum Jäger daher auch als „Grünes Abitur“ bezeichnet. Und wie beim normalen Abitur ist für den Jagdscheinanwärter eine Fremdsprache Pflicht: Die Jägersprache.

Wer den Gedanken hegt Jäger zu werden, der sollte sich dessen bewusst sein. Zusätzlich beträgt das Mindestalter für einen Jagdscheinanwärter 15 Jahre. Erst ab 16 Jahren ist es dann möglich den hoffentlich bestandenen Jagdschein zu lösen. Ein einwandfreies amtliches Führungszeugnis ist ebenfalls zwingend.

Der Jungjäger

Selbst wenn nun alle Voraussetzungen erfüllt sind, die Jagdprüfung bestanden und der Jagdschein gelöst ist, ist man noch kein Jäger. Denn für die ersten drei Jahre ist man Jungjäger. Aus diesem Grund wird auch häufig von der Jungjäger-Ausbildung gesprochen. In der Zeit als Jungjäger lernt man dann von erfahrenen Jägern und erlangt durch zahlreiche Reviergänge die nötige Praxis. Im Anschluss an die drei Jahre des Jungjäger-Daseins ist man dann berechtigt ein Jagdrevier zu pachten.

Das Bildungssystem der Jagd

Wer nun fest entschlossen ist Jäger bzw. erst einmal Jungjäger zu werden, der hat bereits am Anfang die Qual der Wahl. Denn wie im deutschen Schulsystem auch, kann bei der Ausbildung zum Jäger zwischen verschiedenen Ausbildungssystemen gewählt werden. Diese lassen sich grob in zwei Wege unterteilen, dem klassischen Weg und der Jagdschule.

Klassische Jagdausbildung

Der klassische Weg ist die Ausbildung bei einer Kreisjägerschaft, einer Kreisgruppe oder einem Kreisjagdverband. Die Ausbildungsdauer liegt hier meist zwischen 6 und 12 Monaten. In der Regel schulen hier langjährige Jäger oder spezielle Jungjäger-Ausbilder die „Frischlinge“ in allen Bereichen der anstehenden Jagdprüfung. Besuche auf dem Schießstand bleiben hier ebenfalls nicht aus, um auch den Umgang mit der Büchse und der Flinte zu trainieren. Durch den langen Zeithorizont bis zur Prüfung kann der umfangreiche Lernstoff gut eingeteilt und damit auch eigenverantwortlich gelernt werden. Sicher auch ein Pluspunkt ist der Kontakt zu den ortsansässigen Jägern und deren Revieren. Möchten man diesen Weg einschlagen, so ist der zuständige Landesjagdverband eine gute Informationsquelle, für die Wahl des richtigen Kreisjagdverbandes oder der richtigen Kreisgruppe.

Jungjäger-Ausbildung in einer Jagdschule

Eine andere Art der Ausbildung zum Jungjäger ist der Besuch einer Jagdschule. Diese meist privat geführten Jagdausbildungs-Einrichtungen bieten verschiedene Jagdscheinkurse an. Häufig sind Jagdkurse mit einer Dauer von 3 Wochen anzutreffen. Hier lernt man in aufeinanderfolgenden Tagen alles zum Thema Jagd und wird bestmöglich auf die bevorstehende Jagdschein-Prüfung vorbereitet. Die Kosten für die Erlangung des Jagdscheins über eine Jagdschule sind häufig höher als beim klassischen Weg und es muss in vielen Fällen Urlaub genommen werden. Wer dies jedoch nicht scheut, kann in den Genuß einer fundierten, gut abgestimmten Ausbildung zum Jungjäger kommen. Eine Auswahl an Jagdschulen finden Sie hier.

Unterstützung durch Frankonia

Seit nun über 100 Jahren sind wir Ansprechpartner und Berater für Jägerinnen und Jäger. Viele begleiten wir schon ein Jägerleben lang. Die erfolgreiche Ausbildung von Jagdscheinanwärtern liegt uns dabei besonders am Herzen, denn wir sind der festen Überzeugung, dass nur eine fundierte Ausbildung sicherstellt, dass die Faszination der Jagd weiter wächst und erhalten bleibt.

Um angehende Jungjäger zu unterstützen wurde der Frankonia Ratgeber für die Jägerprüfung entwickelt. Dieser liegt jedem Frankonia Jungjäger Startpaket bei und vermittelt auf über 40 Seiten wertvolles Grundwissen.

Zusätzlich steht für Jagdscheinanwärter und Jungjäger in jeder unserer 23 Filialen ein Jungjäger-Ansprechpartner zur Verfügung, der mit Kompetenz und der nötigen Erfahrung gerne bei Fragen und Problemen weiterhilft.

Spezielle Jungjäger-Abende und Waffenhandhabungs-Kurse runden das Serviceangebot von Frankonia ab. Die aktuellen Termine erfahren Sie direkt in der Filiale oder im Veranstaltungskalender auf frankonia.de

Egal für welchen Weg man sich letztendlich entscheidet, der intensiven Vorbereitung auf die Jagdprüfung mit Entbehrung von Freizeit und Familie sollte man sich bewusst sein. Lohn des Ganzen stellt dann ein kleines Stück Papier dar: Der Jägerbrief.
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