Jagderlebnis in den Bergen
Als ich in Bischofswiesen die gastfreundlichen Jägerfreunde kennenlernte, öffnete sich für mich eine Tür zu einer Welt voller faszinierender Naturerlebnisse. Das Erste, was ich von ihnen lernte, war die Kunst des Ansitzes. In der Stille der Natur verweilen, die Luft mit den Geräuschen des Waldes erfüllt, und dabei auf das Erscheinen des Wildes zu warten, wurde zu einer meiner liebsten Aktivitäten.
Der Ansitz am frühen Morgen, wenn die Natur gerade erst erwacht, ist magisch. Das sanfte Streifen der Sonnenstrahlen über die Berggipfel, die Vögel, die ihren Gesang zum Tagesbeginn anstimmen, und die frische Brise, die den Duft von Wald und Wiesen trägt – all das macht diese Momente zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Die Geduld am Ansitz zu üben, war anfangs eine Herausforderung, aber mit jedem Moment des Wartens fühlte ich mich mehr in die harmonische Melodie der Natur eingebunden. Die Wildtiere zeigten sich oft erst nach einer Weile, aber wenn sie dann durch die Szenerie huschten oder gemächlich ihren Weg nahmen, war es, als würde die Zeit stillstehen.
Die Jägerfreunde lehrten mich viel über das feine Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur. Ihre Leidenschaft für die Umwelt, ihr tiefes Verständnis für die Lebensräume der Tiere und ihre Bemühungen, die Harmonie zu bewahren, waren inspirierend.
Es war mehr als nur die Jagd – es war eine Reise durch die Wunder der Natur, eine Reise, die meinen Respekt für das Leben in all seinen Formen vertiefte und mir zeigte, wie wichtig es ist, diese Schätze zu bewahren. Jeder Ansitz war nicht nur ein Moment der Jagd, sondern eine Gelegenheit, mich mit der Natur zu verbinden und zu lernen, sie zu schützen und zu ehren.
