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Jagderlebnis: Initiative zum Wildtierschutz: Respektiere deine Grenzen

Initiative zum Wildtierschutz: Respektiere deine Grenzen

von Wolfgang B. aus Rimsting
von links: Landwirtschaftsministerin M. Kaniber, Dr. W. Bachleitner; Ch. Burgstaller Projektleitung Salzburg

Respektiere deine Grenzen-

eine Initiative zum Schutz der Ratzinger Höhe

 

Wie kam es dazu?

Die Ratzinger Höhe ist ein Höhenzug vor den Chiemgauer Bergen und liegt zwischen dem Chiemsee (östlich) und Simssee (westlich). Die traumhafte Lage mit wunderbarem Berg/See-Panorama im touristisch stark frequentierten oberbayerischen Alpenraum resultiert in einem für den kleinstrukturierten Naturraum enorm hohen Besucherdruck. 

Mein Name ist Dr. Wolfgang Bachleitner, ich bin Zoologe, Jagdpächter des Reviers Greimharting und Mitglied der Hegeringleitung Chiemsee West. Enorme Störung der Jagdausübung, inakzeptable Störungen der Ruhe der Natur am Tag wie auch nachts durch unzählige unterschiedlichste Freizeitaktivitäten drängen u.a. das Wild in Inselareale mit der Konsequenz eines erhöhten Verbissdrucks. Akute Störung führte zu panischen Fluchtreaktionen der Wildtiere mit der Folge von Wildunfällen untertags auch auf Nebenstraßen.  

Ich habe in mehrjähriger Arbeit versucht, all diese Gründe zusammenzufassen, um Lösungsansätze zu ermitteln, die für alle Naturnutzergruppen akzeptabel erscheinen. Daraus entstand ein umfangreiches Wildruhezonenkonzept. Im Zuge der Recherche kam ich auf die Initiative „Respektiere deine Grenzen“. Ein glücklicher Zufall ist, dass fast zeitgleich die Landwirtschaftsministerin, Frau Kaniber Bayern die Initiative nach Deutschland brachte (Frühjahr 2022). Gespräche mit dem Ministerium und mein Ruhezonenkonzept waren so überzeugend, dass die Region als Modellregion ausgewählt wurde. 

Die Initiative: 

In der Schweiz und weiten Teilen Österreichs wurde zum Schutz sensibler Lebensräume die Initiative „Respektiere deine Grenzen“ etabliert. Bayern ist seit 2022 als erstes deutsches Bundesland Mitglied, da die Initiative in den beiden Ländern sehr erfolgreich ist!

Das Betreten der Ruhezonen bzw. Wegegebote ist nicht rechtlich bindend, d.h. es erfolgt keine Sanktionierung bei Missachtung. Die Initiative hat das Ziel, höflich einen respektvollen Umgang mit der Natur zu vermitteln und die breite Bevölkerung im Hinblick auf die Störungsempfindlichkeit der Natur zu sensibilisieren. Dabei soll keinem der Spaß an der Natur oder der Naturgenuss mit der erhofften Erholung vereitelt werden. Im Gegenteil, es soll durch sinnvolle Wegegebote ein möglichst reibungsfreies Zusammenspiel zwischen den Bedürfnissen der Menschen (Freizeitgesellschaft!) und der Regeneration der fragilen Natur gestaltet werden um- wie in unserer Region- die Einzigartigkeit des Naturraums Ratzinger Höhe auch für nachfolgende Generationen zu erhalten.

 

 

Akzeptanz der Grundeigentümer/Jagdgenossen:

Die beiden Jagdgenossenschaften und die anliegenden Gemeinden stehen hinter der Idee des Projekts, da es für die Grundbesitzer keinerlei Einschränkung oder Vorgaben für deren Bewirtschaftungsmodi gibt.  

Die Umsetzung:

Am Donnerstag, 27. April 2023 habe ich die Bürger im Gemeindesaal über die Initiative und deren Umsetzung informiert. Der Eintritt war kostenlos, etwa 80 Besucher besuchten die Veranstaltung.

Am 12. Mai 2023 ist die Landwirtschaftsministerin, Frau M. Kaniber zur feierlichen Eröffnung der erstmaligen Umsetzung der Initiative in Bayern/ Deutschland gekommen (siehe Foto) 

Ziele:

Derzeit werden die neu gestalteten Schilder in der Region durch die Gemeinde aufgestellt. Weitere Informationsveranstaltungen sind geplant, ich habe Anfragen zur Initiative aus ganz Bayern erhalten. Derzeit werden didaktisch wertvolle Konzepte erarbeitet, um schon die Kinder für die Idee der Initiative begeistern zu können.

Das erklärte Ziel auch seitens der Politik ist die flächendeckende Etablierung der Initiative in Bayern! Als Vorbild dienen die Schweiz und Österreich. 

Die Idee dahinter:   

Unzählige Gespräche mit Naturnutzern belegen, dass jeder die Natur „liebt“, aus purer Unwissenheit durch sein Handeln oftmals die Natur aber stört! Die Initiative klärt auf, und wirbt höflich - passend zum Zeitgeist- zum Schutz und Respekt vor unseren Mitgeschöpfen. Gelebtes Tierwohl: Wahre Naturliebe bietet Naturgenuss mit einem guten Gewissen! 

 

 

Schon bald wird es über das weitere Vorgehen mehr zu berichten geben…

 

In Vorfreude, beste Grüße und Waidmannsheil

Dr. Wolfgang Bachleitner 

 

P.S.: Seit Jahren biete ich einen vielbesuchten Kurs im Kinderferienprogramm der Gemeinde mit dem Namen „Wo die Wildtiere wohnen und wie wir sie nicht stören“, an.