Meine erste Kitzrettung
Mitte Mai ging es auch bei uns los mit den Mahden der Bauern, also aufgestanden um 2 Uhr, alles zusammenpacken und ab 3 Uhr hieß es: möge die Suche beginnen. Begleitet von einer Drohne konnten wir schon zu Anfang erste Erfolge erzielen. Je länger der Tag jedoch wurde, desto wärmer war natürlich auch die Umgebung und viele „Spots“ stellten sich somit als Sauerampfer, Steine oder Gullideckel heraus. Kurz vor 14 Uhr, nach 11 Stunden Suche also, wollten wir eigentlich einstellen, da alle Felder bereits abgesucht waren. Da kam ganz kurzfristig noch die Anfrage, ein Feld genau gegenüber unseres Standortes abzusuchen: also alles wieder auspacken, die Ausrüstung bereit machen und los geht’s. Kurz darauf stand der Bauer mitsamt Mähwerk auch schon zum mähen bereit, für uns hieß es also schnell, aber doch besonnen zu handeln. Und tatsächlich! Zwei Kitze hatten sich noch in der Wiese versteckt! Auch wenn sich die beiden über ihr Schicksal des „Einpackens“ zu der Zeit nicht gerade sonderlich freuten, so stellten sie im Nachhinein sicherlich fest, dass ihnen soeben das Leben gerettet wurde. Für mich war gerade dieser Moment ein besonderes Erlebnis, da der Tag eigentlich schon zu Ende war, wir aber trotzdem noch Erfolg hatten. Zudem durfte ich im Anschluss beim Abendansitz noch einen Bock erlegen. So nahe liegen Leben und Tod zusammen. Insgesamt haben wir in 3 Tagen 28 Kitze gerettet, eine tolle Bilanz wie ich finde.


