Glücksgefühle bei der Kitzrettung
Seit drei Jahre unterstütze ich die Jäger vor Ort und laufe mit ihnen die Felder ab. Im letzten Jahr gründeten ich mit einigen von ihnen einen ehrenamtlichen Verein zur Rehkitz- und Wildtierrettung. Wir schafften uns zwei Mavic 3 T an. Mithilfe der guten Drohnenausstattung konnten wir insgesamt 72 Kitze retten. Natürlich entnehmen wir auch andere Wildtiere und sichern sie.
In diesem Jahr hatte ich gleich mehrere Highlights.
Am 18.05.2023 konnte ich endlich selbst ein Rehkitz mit Handschuhen und Grasbüscheln fassen und in der Kiste sichern. Die Male davor war ich nur immer mitgelaufen, hatte die Kisten mit Gras ausgestattet und mir die Vorgehensweise beim Sichern der Kitze ganz genau angeschaut, um nichts falsch zu machen. Ich war voller Aufregung, weil gerade das Kitz, das wir ein paar Minuten vorher auf dem gleichen Feld gefunden hatten, schon groß gewesen war und flüchten wollte. Dieses konnte von einem Vereinsmitglied in letzter Sekunde noch gefasst werden, bevor ein Wettrennen zwischen dem Kitz und uns stattfinden musste. Beim nächsten Kitz traute ich mich und war sehr stolz, dass es ganz friedlich im Gras lag und sich ohne Schwierigkeiten greifen ließ.
Am 03.06.2023 ließ ich das erste Mal selbst mehrere Kitze nach der Mahd wieder frei und konnte sehen, wie sie zufrieden im Gras lagen und auf ihr Muttertier warteten oder wie sie freudig davonsprangen.

In solchen Momenten geht mir das Herz auf und es zeigt mir immer wieder, dass es sich definitiv lohnt, am Wochenende oder vor der Arbeit das frühe Aufstehen in Kauf zu nehmen. Wer kann da bei den Augen schon “Nein” zur Rehkitzrettung sagen?
