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Jagderlebnis: Maulwurfhaufen gefangen

Maulwurfhaufen gefangen

von Heinrich L. aus Ahlden

Wir sind seit 2021 im dritten Jahr mit meinem Team in der Kitzsuche aktiv. Wir suchen die Kitze per Drohne mit Wärmebildkamera. Seit Anfang Mai sind wir fast täglich ab 4 Uhr morgens im Revier unterwegs. Es werden von Jahr zu Jahr mehr Aufträge, weil sich unser ehrenamtliches Engagement hier im Umkreis langsam herumspricht. Dieses Jahr haben wir bisher ca. 30 Kitze gefunden. Der Drohnenpilot lotst uns Fänger dabei über Funk zur Fundstelle. Im hohen Gras können wir ohne die Navigation des Piloten keine Kitze sehen. Beim letzten Mal hat uns der Pilot mit unserem Fangkescher direkt über dem Kitz positioniert. Über Funk kam das Kommando: “Kescher runter!" Mein Bruder und ich als sehr erfahrenes Kitzfangduo reagierten blitzschnell. Ich habe den Kescher abgesenkt und wir stürzten uns sofort mit Handschuhen und Grasbüschel auf den Kescher um das Kitz zu fixieren. Es kommt öfter vor, das unsere Kitze nach ein paar Lebenstagen mobil sind und auf ihren Läufen unter dem Kescher rausschlüpfen. Um sie richtig zu sichern greifen wir sie schnell und stecken sie während der Mahd in einen Jutesack. Der Jutesack wird im Schatten geschützt abgelegt. Der Landwirt mäht die Flächen sofort nach einem Kitzfund ab, damit sie, nach kurzer Zeit im Sack, wieder im deckungsreichen Grasstreifen ausgesetzt werden können. An diesem morgen haben wir uns mit fragenden Blicken angeschaut, weil sich der Fang unter dem Kescher merkwürdig anfühlte. Es war sehr weich und schwarz, ein schwarzes Kitz?? Nein, bei genaueren hinsehen erkannten wir den frisch aufgewühlten Erdhaufen vom Maulwurf…