Vater-Sohn-Jagderfolg: Perfekter Hegeabschuss
Bei herrlichem Wetter Ende Juni ging ich auf Bitten meines Sohnes an einem Sonntag Nachmittag noch mit ihm auf den Ansitz. Ich wollte erst ohne Büchse und nur mit dem Glas bewaffnet den Abend genießen. Der Revier- Nachbar hatte aber den Hinweis auf ein krankes Schmalreh in diesem Bereich gegeben. Außerdem hatte ich die Worte meines Lehrprinzen sofort im Kopf: „Ohne Büchse ansitzen ist vollkommener Quatsch.“ Die Helix ging also mit. Wir verbrachten schöne Stunden auf der Kanzel, hatten viel Anblick und mein Sohn konnte viel über das Rehwild lernen.
Ich wurde dann irgendwann durch ein merkwürdiges Schnauben auf ein Stück aufmerksam, welches aber noch im Mais stand. Der war teilweise schon so hoch gewachsen, dass er den Rehen Deckung bot. Als das Stück austrat sah ich sofort, dass es vorne schonte. Ebenfalls bemerkte ich, dass es sich um einen Bock handelte. Ich wartete bis er breit stand, gab meinem Sohn den Hinweis den Gehörschutz festzuhalten und ließ die Kugel fliegen. Der Bock brach im Knall zusammen. Nach dem Herantreten konnte man einen offenen Bruch am Lauf vorne feststellen. Außerdem war das arme Stück voll mit Rachendassellarven.
An der Wildkammer angekommen, bekam ich ein kräftiges Waidmannsheil von meinem Lehrprinz. Wir verbrachten einen sehr schönen Abend mit Lagerfeuer, Jagdhorn und Kaltgetränken. Mein Sohn durfte natürlich teilhaben und länger aufbleiben. Das werden wir nie vergessen.
