Mein erstes erlegtes Stück Wild am Geburtstag von meinem Vater
Es war der 29.Mai an dem ich mit meinem Vater an der Roggenkante saß und auf einen Rehbock wartete. Ich habe ringsum den Roggenschlag schon einige Male vorher angesessen und Anblick gehabt, jedoch kam ich nicht zu einem sicheren Schuss und beschloss deshalb den Anblick zu genießen und es Wert zu schätzen in welcher Situation ich mich befinde. Nachdem wir an der kante zwischen dem Roggen und der Luzerne angekommen waren, knackte es schon hinter uns. Das Adrenalin stieg plötzlich an und 4 Jungfüchse traten 10 Meter hinter uns heraus, verschwanden jedoch ebenso schnell, wie sie aufgetaucht waren. Um ungefähr 20 Uhr trat dann ein Stück Rehwild auf 300 Meter heraus. Dieses verschwand jedoch nach einiger Zeit wieder, da Passanten mit einem Hund quer über die Luzerne laufen mussten. In diesem Moment war ich sehr deprimiert da ich dachte das der Ansitz nun vorbei ist und ich vor hatte in den nächsten 10 Minuten abzubaumen. Doch dann trat auf 150 Meter ein 6er Bock aus dem Roggen. Mein Herzschlag wurde höher und höher, da der Bock immer näher in unsere Richtung zog. Nachdem ich mit meinem Vater beschlossen habe diesen Bock zu erlegen stand er mittlerweile auf 70 Meter Blatt. Ich konzentrierte mich, nahm den Zeigefinger an den Abzug und krümmte ab. Der Bock lag im Knall und ich war in diesem Moment emotional überwältigt und wusste nicht was ich sagen soll. Es war und ist immernoch für mich eine riesige Ehre, einen für unser Revier sehr guten Bock zu erlegen und das ausgerechnet am Geburtstag von meinem Vater.
