Entwicklung eines Wildwarnsystem zum Schutz für Mensch und Tier
Ich bin auf einem Bauernhof in der schönen Eifel aufgewachsen. Meine Kindheit wurde geprägt durch viele wunderschöne Erlebnisse in der Natur, sei es durch die tägliche Mitarbeit auf unserem Bauernhof oder durch den Kontakt mit unserem zuständigen Förster, Jägern und Jagdpächter.
Es war klar, dass ich die Prüfungen für den Jagd-/Falkner- und Fischereischein ablegen möchte. Das ist jetzt über 30 Jahre her. Durch diese intensiven Erfahrungen in den jeweiligen Seminaren, Weiterbildungen und später in der Praxis bin ich noch tiefer in die für mich sehr interessanten Themen Natur- und Wildschutz eingestiegen. Diese sehr umfangreichen Themenbereiche prägen mich noch heute.
Als kleiner Junge hatte ich immer schon ein Herz dafür, Kitze vor dem Mähtod zu retten. Zu der Zeit, als ich aufgewachsen bin, gab es die heute möglichen Techniken zur Kitzrettung nicht. Ich habe mir damals eine eigene und einfache Strategie überlegt und entwickelt. Heute würde man sagen, dass ich ein „Netzwerk“ mit unserem Förster, Grundstückseigentümern, Jagdpächter und Jägern aufgebaut, geplant und umgesetzt habe. Und das mit großem Erfolg für alle beteiligten, und vor allem für „meine“ Kitze.
Derzeit beschäftige ich mich mit einem Thema/Projekt, dass in erster Linie Menschenleben retten soll UND zugleich das Leben unserer Wildtiere.
Dazu habe ich mich im 1. Schritt mit technischen Details intensiv beschäftigt. Meine Idee war, ein kleines intelligentes Gerät selbst zu entwickeln, dass man leicht an die bestehenden Straßenleitpfosten anbringen kann.
Die Intelligenz und das Ziel von dem zu entwickelten Gerät sollte darin bestehen, bei einem nähernden fahrendem Auto führzeitig einen für das Wild wahrnehmbaren akustischen Warn-Piepston zu erzeugen. Und dass zuverlässig bei jeder Jahreszeit, bei jeder Witterung, ebenso bei Tag und bei Nacht.
Einen Prototyp habe ich baulich konstruiert, er hat auch funktioniert. Aber ich musste feststellen, dass noch sehr viel mehr Aufwand betrieben werden musste, angefangen von der Solartechnik/Solarmodul, Wasserdichtigkeit bis hin zum Montagebau an den Leitpfosten. Und das auf einer Fläche von nur wenigen Zentimetern.
Aber, ich gebe nicht auf und möchte meine Idee weiter umsetzten. Nämlich ich habe ein intelligentes Gerät entdeckt, dass all meine Vorstellungen und hohen Ansprüchen voll umfänglich erfüllt. Ein grandioses Wunderwerk. Es ist bereits seit Jahren mit großem und nachweisbarem Erfolg außerhalb von Deutschland im Einsatz. Und dass ohne negative Folgen oder gar Gefahren. Bisher ist also nie etwas passiert.
Und jetzt kommt die nächste Hürde, an der ich weiterarbeiten werde. Dieses Wunderwerk der Technik wiegt ca. 320 Gramm. In Deutschland dürfen an Straßenpfosten aber nur 100 Gramm angebracht werden. Man stelle sich vor und wundere sich, wegen 220 Gramm sterben jedes Jahr ca. 10 Menschen! Zuzüglich all die Menschen, die sich dabei schwer verletzten und zum Teil einen verbleibenden lebenslangen Schaden ertragen müssen. Zudem sterben unzählige Tiere oder werden dabei schwer verletzt. Mal abgesehen vom Sachschaden und den Kosten mit den Fahrzeugen und für die Versicherungen. Unglaublich, aber wahr. Und nochmals: Wegen 220 Gramm.
Wie bereits erwähnt, ich bleibe mit Passion an diesem aus meiner Sicht sich lohnendes, aber auch sehr anspruchsvollem und zeitintensivem Projekt dran, trotz der vielen Hürden und der vielen Bürokratie. Ich gebe nicht auf. Dazu bedarf es einen langen Atem und viel Geduld und Überzeugungsarbeit und Zusammenarbeit mit Behörden, Jagdschutzverbänden und Politik, und ebenfalls mit dem Hersteller des Hightech-Gerätes und weiteren Partnern.
Ich arbeite beruflich im 3-D-Druckbereich und somit habe ich die Möglichkeit und Chance, mit dem Hersteller das Hightech-Gerätes in eine neue Generation zu bringen, also mitzugestalten und zu planen, um das Gewicht eventuell noch etwas zu reduzieren. Und dabei die Stabilität des Gehäuse von dem Gerät sogar noch zu erhöhen.
Ich bin fest davon überzeugt, dass sich der Einsatz für das herausfordernde Projekt lohnt. Denn es geht mir dabei um zwei sich wichtige Ziele. Erstens um Menschenleben zu retten und zweites um den Schutz unseres Wildes. Das ist mein persönlicher Antrieb und meine Passion. Dafür engagiere ich mich gerne in meiner Freizeit.
