Mein erster Alpenhirsch
Der Nebel hing tief über den Gipfeln der majestätischen Alpen, als ich mich aufmachte, um das ultimative Jagderlebnis zu erleben. Mein Herz pochte vor Aufregung, als ich meine Merkel Helix fest umklammerte und den steilen Pfad hinaufstieg.
Das Knacken von Ästen unter meinen Stiefeln vermischte sich mit dem leisen Rauschen des Waldes. Plötzlich erstreckte sich vor mir eine Lichtung, von einem morgendlichen Schleier umgeben. In der Ferne, kaum wahrnehmbar, erblickte ich die majestätischen Silhouetten von Rothirschen, die sich im Nebel bewegten.
Ich verharrte reglos, meine Sinne geschärft. Ein leises Rascheln ließ mein Herz schneller schlagen. Dort, zwischen den Bäumen, trat er hervor – ein imposanter Rothirsch mit prächtigem Geweih. Seine Augen glänzten im Morgenlicht, als er meine Anwesenheit spürte.
Meine Finger umfassten den Abzug, während ich meinen Atem kontrollierte. Der Hirsch hob den Kopf, seine Augen trafen die meinen in einem stillen Duell. In diesem Moment verschmolzen Vergangenheit und Zukunft zu einem einzigen Augenblick, in dem nur der Jäger und sein Beuteziel existierten.
Ein Herzschlag später durchzuckte ein Knall die Stille. D Der Hirsch sprang auf, ein majestätischer Anblick in seiner flüchtigen Schönheit. Doch sein Lauf war vergebens, denn die Natur hatte ihr Urteil gefällt.
Als ich zu ihm trat, fühlte ich Ehrfurcht vor seiner Pracht und Dankbarkeit für das Erlebnis, das mir die Alpen geschenkt hatten. In diesem Moment begriff ich die tiefe Verbindung zwischen Mensch und Natur, die uns lehrt, zu jagen, zu leben und zu respektieren.
