Mauser C-96 - Die Geschichte einer Waffe - Frankonia Telegraph

Mauser C-96
Die Geschichte einer Waffe

Die erste C96 wurde bereits in den Jahren 1894 bis 1896 von Friedrich, Josef und Fidel Feederle konstruiert. Die drei Brüder aus einer recht kinderreichen Familie – ihre Mutter schenkte immerhin 21 Kindern das Leben – arbeiteten gemeinsam in der Entwicklungsabteilung der Mauserwerke in Oberndorf am Neckar und sollten Waffengeschichte schreiben.

Mit der Pistole C96, die durchdachte Waffe mit dem markanten Aussehen, wollte Mauser seinerzeit lukrative Militärauftrage erhalten. Das gelang zwar nicht wie gewünscht, lediglich einige Länder wie die Türkei, China, Mexiko und Italien beschafften das Modell für ihr Militär. Auf den Zivilmärkten jedoch war die Pistole wegen ihrer hohen Präzision und Zuverlässigkeit sehr beliebt. Auch der spätere britische Premier Winston Churchill soll eine C96 besessen haben.

Im deutschen Kaiserreich wurde sie erst mit Beginn des Ersten Weltkrieges offiziell von der Reichswehr eingeführt, weil die Ordonnanzpistole P-08 nicht in ausreichender Menge zur Verfügung stand.

Ursprünglich war die C96 für das Kaliber 7,63 mm x 25 eingerichtet. Diese Patrone zeigte mit ihrer Anfangsgeschwindigket von 440 m/s die gleichen Werte wie die einstigen Schwarzpulverpatronen der Infanteriegewehre. Doch in jener bewegten Zeit der Waffentechnik gab es bald technische Fortschritte auch bei der Munitionsentwicklung. Als die C96 dann im Deutschen Bereich während des Ersten Weltkrieges auch an das Militär ausgeliefert wurde, wurde sie wegen der besseren Mannstoppwirkung für das damals moderne Kaliber 9 mm x 19 Luger eingerichtet.

Die C96 ist für eine Pistole ungewöhnlich konstruiert: Das Magazin befindet sich vor dem Abzugsbügel und nicht wie üblich innerhalb des Griffstückes. Ursprünglich war es auch nur ein Kastenmagazin, das wie bei einem Gewehr mit festem Magazinkasten von oben mit Hilfe eines Ladestreifens geladen wurde. Später brachte Mauser mit dem Modell 1930 Exemplare mit wechselbaren Magazinen heraus, das Modell 1932 war sogar in der Lage, Dauerfeuer zu schießen. Als Zubehör wurden montierbare Anschlagsschäfte geliefert, die gleichzeitig als Futteral der Waffe dienten.

Die C96 ist für Sammler eine lohnenswerte Investition, handelt es sich doch um eine ebenso außergewöhnliche wie auch zu ihrer Zeit technisch perfekte Entwicklung, die unter verschiedenen Aspekten gesammelt werden kann – Sie gehört mit Sicherheit in zahlreiche Sammlungen unterschiedlicher Ausrichtung.

Weiter Informationen zum Thema finden Sie hier:

Dienstpistolen Die lange Mauserpistole in Östereich
Im Bunde
[PDF / 951 KB]


Der Frankonia Telegraph wird Ihnen präsentiert in Zusammenarbeit mit dem DWJ

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